Ein so perfektes Spiel hat auch Mörfeldens Trainer Klaus Bauer in 30 Jahren noch nicht erlebt
VOLLEYBALL. „Das habe ich noch nie erlebt.“ In seiner nun schon mehr als 30 Jahre dauernden Trainertätigkeit gab es am Samstag für Klaus Bauer ein besonderes Erlebnis: „So gut haben wir noch nie gespielt. Es war perfekt.“ Die Landesliga-Volleyballerinnen der SKV Mörfelden lieferten im ersten ihrer beiden Heimspiele gegen den Tabellenfünften VC Wiesbaden III eine Glanzleistung ohne einen einzigen Durchhänger ab und wiesen ihn mit 3:0 deutlich in die Schranken.
Durch den anschließenden 3:1-Erfolg über die sechstplatzierte HTG Bad Homburg II bleibt die SKV ungeschlagen vor Bad Vilbel an der Spitze. Kreisnachbar TG Rüsselsheim hatte in Bad Vilbel keine Chance und hat nun schon vier Punkte Rückstand auf den drittletzten Platz.
SKV Mörfelden – VC Wiesbaden III 3:0 (25:13, 25:11, 25:16). In der Annahme bärenstark, in der Abwehr beweglich, im Angriff durchschlagkräftig, im Zuspiel taktisch klug, bei der Angabe druckvoll: Die SKV-Frauen ließen dem VC Wiesbaden keine Chance. Dabei stellte er keineswegs einen schwachen Gegner dar.
Die jungen Gästespielerinnen, die dreimal pro Woche trainieren, präsentierten sich technisch und athletisch in guter Form. Doch kaum dass sie es sich versahen, hatte Mörfelden nach nur 52 Minuten den Matchball verwandelt. Besonders stark beim Tabellenführer spielten Kirsten Jungmann auf der Mitte, Vera Tichavova auf Außen und Simone Nungesser auf der Libero-Position.
SKV Mörfelden – HTG Bad Homburg II 3:1 (25:23, 25:23, 21:25, 25:21). Dass es nicht möglich war, am gleichen Tag noch einmal ein so hohes Niveau wie gegen Wiesbaden zu zeigen, war SKV-Coach Klaus Bauer klar: „Das ist schon sehr anstrengend und kräftezehrend.“ Dennoch holte sich seine Mannschaft gegen die block- und abwehrstarken Bad Homburgerinnen die ersten beiden Sätze knapp mit 25:23. Dann behielt die HTG mit 25:21 die Oberhand, ehe Mörfelden im vierten Durchgang auf 13:5 davonzog.
Schon schien der 3:1-Sieg sicher. Da schmolz der Vorsprung dahin. Bei 20:20 mussten die Gastgeberinnen, denen Sabine Gebhardt (verletzt) und Una Becker (krank) fehlten, den Ausgleich hinnehmen. Zum Satzverlust ließen sie es aber nicht kommen und entschieden die Schlussphase nervenstark für sich.
SKV Mörfelden: Tanja Bossler, Kirsten Jungmann, Gisine Matt, Petra Köhler, Simone Nungesser, Doreen Wencke, Stella Buresch, Leslie Buresch, Rita Beger, Astrid Schmitt, Vera Tichavova.
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abi
25.11.2008