Der TSV Trebur verliert bei der SKV Mörfelden die Bezirksoberliga-Tabellenführung an die TG Rüsselsheim
VOLLEYBALL. Ausgerechnet im Kreisderby bei der SKV Mörfelden verlor der TSV Trebur die Tabellenführung. Zwei Spieltage vor Rundenschluss steht nun wieder die TG Rüsselsheim an der Spitze der Volleyball-Bezirksoberliga Süd. Sie feierte zu Hause zwei souveräne Dreisatzsiege und kann nun selbstbewusst am nächsten Wochenende nach Trebur zum Spitzenspiel fahren.
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SKV Mörfelden – TSV Trebur 3:1 (28:26, 23:25, 25:20, 25:11). „Das war das mit Abstand schlechteste Spiel von uns in dieser Saison“, schüttelte TSV-Angreifer Oliver Döhn noch mit einem Tag Abstand den Kopf. Kämpfte Mörfelden um jeden Ball, zeigte sich der Favorit schlafmützig. „Wir haben, sobald der Ball auf der anderen Seite war, aufgehört zu spielen. Unsere Abwehr war fast nicht vorhanden, und meine Annahme war unterirdisch“, meinte Döhn, „die SKV war einfach wacher und an diesem Tag besser“.
Die zuletzt ersatzgeschwächten Mörfelder konnten wieder auf einen kompletten Kader zurückgreifen. Im Zuspiel stand Manfred Phillip zur Verfügung, wodurch Volker Haaß auf seiner gewohnten Liberoposition die Annahme stabilisieren konnte. Sven Sauerborn hat seine Grippe überstanden und stand als Mittelblocker den hochklassig erfahrenen TSV-Angreifern Oliver Döhn und Steffen Jungbluth gegenüber.
Haaß: „Unsere Taktik ging auf: Oliver Döhn in der Annahme mürbe machen.“ Gab es in den ersten beiden Sätzen noch ein zähes Ringen, spielten sich die Gastgeber im dritten Durchgang in einen Rausch, während Trebur zunehmend harmloser agierte. Der vierte Abschnitt wurde dann fast zum Selbstläufer. „Wir präsentierten uns als geschlossene Einheit. Es war ein Spiel, in dem fast alles gelang“, freute sich Haaß.
SKV Mörfelden – TSV Ginsheim 0:3 (21:25, 22:25, 11:25). Zu viel mentale Energie hatte Mörfelden der Sieg über Trebur gekostet. Gegen Ginsheim konnte kein SKV-Spieler an seine vorherige Leistung anknüpfen. Fehlende Konzentration verhinderte einen variablen Spielaufbau. Die Annahme schwankte. Die Feldverteidigung war oft nicht vorhanden.
Konnten sich die Außenangreifer zu Beginn noch durchsetzen, wankten auch sie auf Dauer. „In keinem der drei Sätze hatten wir den Hauch einer Chance“, musste Volker Haaß zugeben. Sven Sauerborn meinte: „Die Beine waren einfach zu schwer.“
Auf Ginsheimer Seite konnte Spielertrainer Frank Dinges von einer „geschlossen guten Mannschaftsleistung“ sprechen, aus der Libero Guido Hahn herausragte. „Das war ein starkes Spiel von uns“, freute sich Frank Dinges, der selbst nicht im Einsatz war, sondern die in seinen Augen „derzeit stärkste Sieben“ durchspielen ließ: Im Zuspiel Markus Pichler, diagonal Matthias Dinges, in der Mitte Tobias Stolz und Jörg Schneider sowie auf Außen Fouad Tanouti und Jürgen Reinheimer.
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SKV Mörfelden: Sven Sauerborn, Rüdiger Rossmann, Achim Knauff, Sascha Höllstern, Jochen Ballweg, Sebastian Durstewitz, Markus Wanke, Manfred Philipp, Volker Haaß.
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abi
19.2.2008