Kein Trainer, kein Personal
Volleyball: Bezirksoberliga Süd der Männer beginnt ohne SKV Mörfelden und VG Worfelden Es hatte sich schon während der vergangenen Saison abgezeichnet: Des öfteren gab es Schwierigkeiten, an den Spieltagen sechs Männer zusammen zu bekommen. Nun also wird in der Volleyball-Bezirksoberliga Süd weder eine Mannschaft der SKV Mörfelden noch eine der VG Worfelden an den Start gehen, wenn die neue Punktrunde Mitte September beginnt.
Bereits nach Ende der zurückliegenden Saison stand fest, dass das Team nicht mehr für Mörfelden, sondern wieder für Worfelden in der Bezirksoberliga melden würde. Denn nach der vor zwei Jahren vollzogenen Fusion beider Vereine, in deren Folge unter dem Dach der SKV Mörfelden gespielt wurde, befanden sich kaum noch Volleyballer der SKV in den Reihen der Mannschaft.
Als sich mit Sven Sauerborn und Rüdiger Rossmann auch noch zwei Stammkräfte in Richtung Klassennachbar TSV Trebur verabschiedet hatten, wurde es personell ganz eng. Zumal viele der anderen Spieler nicht zusagen konnten, regelmäßig an den Spieltagen teilnehmen zu können.
Zusammenschlüsse mit anderen Vereinen, etwa mit der SG Weiterstadt, ließen sich ebenfalls nicht realisieren. Eine spielfähige Mannschaft kam daher nicht zustande. Die VG Worfelden zog die Meldung aus der Bezirksoberliga folglich zurück.
Volker Haaß von der SKV Mörfelden, der vor zwei Jahren zusammen mit Sven Sauerborn maßgeblich an der Fusion mitgewirkt hatte, ist sicher, dass es mit einem Trainer eine Chance für die Zukunft gegeben hätte: „Wenn da einer das Heft in die Hand genommen hätte, hätte das was werden können.“ Doch weder in der ersten noch in der zweiten gemeinsamen Saison fand das Team einen Coach. Interne Lösungen erwiesen sich als nicht stabil.
„Es kam viel zusammen“, macht Volker Haaß mehrere Gründe für das Scheitern des Projekts verantwortlich, „die Prioritäten lagen bei den meisten Spielern woanders und nicht beim Volleyball.“ Waren einmal alle da, konnte die Mannschaft jeden schlagen in der Klasse – so wie sie das bei ihrem Sieg in der vergangenen Saison über Vizemeister TSV Trebur bewiesen hat. Doch anstatt oben mitzuspielen, musste sie wegen regelmäßiger Ausfälle um den Klassenerhalt bangen.
„Es ist schade. Ich hätte schon gerne mit der Truppe weitergespielt“, bedauert Volker Haaß natürlich die Auflösung seiner Mannschaft. Doch andererseits wirkt der rührige SKV-Spieler auch erleichtert: „Jetzt ist der Druck weg.“
Haaß hat allerdings momentan dennoch alle Hände voll zu tun. Denn am 23./24. August steht das große, traditionelle Vorbereitungsturnier der SKV auf dem Programm.
Dieses ist vom Wegfall des Bezirksoberliga-Teams keineswegs berührt, versichert Haaß, „wir werden halt in der Leistungsklasse I keine eigene Mannschaft mehr stellen. Aber unsere bisherige Zweite spielt ja mit.“ Und was die kommende Saison anbetrifft, so wird die bisherige Reserve weiter in der Kreisliga Nordwest ans Netz gehen – als erste Mannschaft der SKV.
abi
16.8.2008